Bitteres Rennende trotz starker Leistung bei NLS 3
Am vergangenen Wochenende stand für Adrian Rziczny der dritte Lauf der Nürburgring Langstrecken-Serie (NLS) auf dem Programm. Gemeinsam mit seinen Teamkollegen Stefan Kruse und David Vogt ging er im Porsche Cayman GT4 CS mit der Startnummer #941 in der Cup 3 AM-Klasse an den Start.
Der Freitag begann intensiv: Rziczny war zunächst als Coach im Einsatz und betreute einen Rennstrecken-Neuling auf einem BMW M240i bei dessen ersten Schritten auf der Nordschleife. „Es ist immer schön zu sehen, wie schnell sich Fahrer entwickeln, wenn sie die richtigen Grundlagen verstanden haben“, so Rziczny. Im Anschluss folgten eigene Trainingsrunden sowie Renntaxifahrten im Porsche, bei denen er erneut zahlreiche Gäste über die Strecke führte.
Der Tag endete jedoch mit einem Rückschlag: Teamkollege David Vogt verunfallte kurz vor Ende der Session, wodurch das Fahrzeug so stark beschädigt wurde, dass kurzfristig ein Ersatzauto organisiert werden musste. In einer beeindruckenden Teamleistung arbeiteten die Mechaniker über Nacht und stellten rechtzeitig ein einsatzbereites Fahrzeug zur Verfügung.
„Was das Team in der Nacht geleistet hat, war wirklich außergewöhnlich. Ohne diesen Einsatz hätten wir am Samstag gar nicht starten können“, betont Rziczny.
Am Samstagmorgen ging es mit dem neuen Fahrzeug ins Qualifying. Stefan Kruse eröffnete die Session, um das Ersatzauto zunächst zu überprüfen. Anschließend übernahm Rziczny und konnte in seiner einzigen wirklich freien Runde eine starke Zeit setzen. Trotz erheblichem Verkehr reichte es am Ende für Startplatz fünf in der Cup 3 AM-Klasse.
Den Rennstart übernahm Kruse, der sich mit einem starken Stint kontinuierlich nach vorne arbeitete und das Fahrzeug auf Rang drei übergab. Rziczny knüpfte daran nahtlos an, fand schnell seinen Rhythmus und konnte sich weiter steigern. Mit konstant schnellen Rundenzeiten übernahm er schließlich die Führung in der Klasse und übergab das Auto in aussichtsreicher Position an Vogt für den Schlussstint.
Zu diesem Zeitpunkt lag das Team bereits mit über 30 Sekunden in Führung – auch begünstigt durch eine Code-60-Phase, welche hinter der #941 entstand. Vogt konnte diesen Vorsprung zunächst kontrolliert verwalten und baute ihn zeitweise auf rund 40 Sekunden aus.
Doch kurz vor Rennende folgte der bittere Rückschlag: In der vorletzten Runde kam es zwischen Adenauer Forst und Metzgesfeld zu einer Kollision mit einem Konkurrenten, wodurch das Fahrzeug so stark beschädigt wurde, dass das Rennen vorzeitig beendet war.
„Das ist natürlich extrem enttäuschend, vor allem nach so einer starken Teamleistung über das gesamte Wochenende hinweg“, resümiert Rziczny. „Wir hatten die Pace und das Rennen unter Kontrolle – umso bitterer ist es, am Ende ohne Punkte dazustehen.“
Zusätzlich wird das Team beim kommenden Rennen mit einer Startplatzstrafe von zehn Positionen belegt, was die Ausgangslage natürlich erschwert.
Bereits am kommenden Wochenende steht mit den 24h-Qualifiers nämlich das nächste Highlight auf dem Programm. Im Rahmen eines Double-Headers werden zwei Rennen ausgetragen – am Samstagabend sowie am Sonntag. Für Rziczny bedeutet das gleichzeitig eine neue Fahrerbesetzung: Gemeinsam mit Max und Mark van der Snel wird er sich auf die Vorbereitung für das 24-Stunden-Rennen konzentrieren.
„Jetzt heißt es, schnell nach vorne zu schauen. Wir haben ein neues Auto und eine neue Konstellation – damit beginnen wir praktisch wieder bei null. Unser Ziel ist klar: das Potenzial umsetzen und wieder angreifen“, blickt Rziczny nach vorne.


